Die Pagan Federation-D.A.CH.
Was wir nicht sind - was wir sind.

Wir sind nicht ein Teil der Pagan Federation (PF) mit Sitz in in London oder der Pagan Federation International (PFI), die selbst nur eine Untergruppe (District) der PF England ist.
Wir sind vielmehr eine selbständige, von London unabhängige Vereinigung, die ihre Mitglieder überwiegend im deutschsprachigen Raum hat.

Wir sind nicht ein Dachverband für andere Heidenverbände oder -vereinigungen, die Buchstaben D-A-CH sind lediglich die Abkürzungen für Deutschland - Österreich - Schweiz.
Wir sind vielmehr ein heidnisches Kontaktnetzwerk, und eins unserer Hauptanliegen ist es, Heiden der verschiedensten Richtungen miteinander ins Gespräch zu bringen, um einer Zersplitterung des Heidentums entgegenzuwirken, frei nach dem Motto: "Miteinander, nicht gegeneinander!"


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Zunächst einmal etwas über die Pagan Federation im Allgemeinen

Das Heidentum hat seine Wurzeln in den alten, vorchristlichen Naturreligionen. Heiden verehren die Heiligkeit der Erde, ihrer Menschen und ihrer anderen Lebensformen. Das Heidentum ist eine kraftvolle und lebendige Religion, einige ihrer Hauptrichtungen sind u.a. Wicca, Druidentum, Asatru und Schamanismus. Überall in der Welt entscheiden sich jedes Jahr mehr und mehr Menschen für den heidnischen Pfad als ihren persönlichen spirituellen Weg.

Die Pagan Federation wurde 1971 in England gegründet als eine Organisation, die durch Verbreitung von Informationen die falschen Vorstellungen zu bekämpfen suchte, die die Menschen vom Heidentum hatten. Diese falschen Vorstellungen, die sich durch Intoleranz und negative Vorurteile gegenüber dem Heidentum äußern, waren zu jener Zeit noch viel weiter verbreitet als heute. Dazu war es aber nötig, ein Netzwerk von Gleichgesinnten zu schaffen, die gemeinsame Aufgaben übernahmen. So ergab sich die zweite Hauptaufgabe, Heiden miteinander in Verbindung zu bringen, sodass sie sich untereinander austauschen und als eine Einheit an die Öffentlichkeit gehen konnten.

Die beiden selbstgestellten Aufgaben der Pagan Federation sind also:
zum einen den Kontakt von Heiden untereinander zu ermöglichen - ob es sich nun um Einzelpersonen oder Gruppen handelt - und den Dialog zu fördern, sowohl zwischen den verschiedensten Richtungen des europäischen und außereuropäischen Heidentums als auch zwischen anderen heidnischen Organisationen weltweit;
zum anderen die Verbreitung und Weitergabe von praktischen und effektiven Informationen über das Heidentum an Mitglieder der Öffentlichkeit, die Medien, öffentliche Körperschaften und Verwaltungsdienststellen.

Diese beiden Funktionen der Pagan Federation sind auch bis heute die bedeutendsten geblieben, obgleich sich die Bedingungen seit damals verbessert haben. Es gibt aber immer noch Diskriminierungen, negative Vorurteile und Intoleranz dem Heidentum gegenüber. Vieles davon beruht auf Nicht-Wissen und/oder Missverständnissen. Deshalb ist Aufklärung weiter nötig. Es mag heutzutage nicht immer einfach sein, sich als Heide zu bekennen, damals aber war es zumeist schlichtweg unmöglich. Diese Veränderung in der Wahrnehmung von Seiten der Öffentlichkeit, an deren Verursachung die PF beteiligt war, ermöglicht uns heute eine offensivere und sichtbarere Präsentation des Heidentums in der Öffentlichkeit.

Zusammenarbeit mit Behörden, Ämtern, der Polizei und den Medien, wie z.B. Radio und Fernsehen, ja selbst spirituelle Betreuung in Krankenhäusern und Gefängnissen, das sind Dinge, die in Großbritannien, dem Geburtsland der Pagan Federation, schon teilweise zur Selbstverständlichkeit geworden sind, von denen wir - auch in Europa - allerdings immer noch weit entfernt sind.

Die Pagan Federation arbeitet für das verbriefte Recht aller Heiden, ihre Religion frei und ungehindert auszuüben, wie es in Artikel 18 der Erklärung der Menschenrechte steht.

Artikel 18 (Gewissens-, Glaubens-, Meinungsfreiheit)

Jeder Mensch hat Anspruch auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht umfasst die Freiheit, seine Religion oder seine Überzeugung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Überzeugung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, in der Öffentlichkeit oder privat, durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst oder Vollziehung von Riten zu bekunden.


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Die Pagan Federation D.A.CH.

Die Pagan Federation D.A.CH. ist aus der zuvor näher beschriebenen Pagan Federation mit Sitz in London hervorgegangen.

Um es gleich vorweg zu sagen: Die PF-D.A.CH. hat sich allein aus strukturellen Gründen von der PF London getrennt. Unsere demokratische Struktur wird dort nicht anerkannt, und wir sind auch nicht bereit, uns einer hierarchischen Struktur unterzuordnen und nur Anweisungen von oben entgegenzunehmen. Jedes Land hat anders geartete Probleme, und wenn z.B. in Holland etwas gut und sinnvoll ist, muss es das hier bei uns nicht sein. Deshalb behalten wir uns unsere Entscheidungsfreiheit vor, was zu tun oder zu lassen ist, denn wir hier vor Ort werden mit den Problemen konfrontiert und müssen uns damit auseinandersetzen und nicht irgendwelche, in einem anderen Land sitzende International Coordinators oder wie auch immer ihre Titel sind.

Wir nehmen weiterhin die drei Prinzipien als gültige Richtschnur, und wir streben auch weiterhin die gleichen Ziele an wie die PF London, jetzt allerdings als eine von London unabhängige Vereinigung.
 
Die drei Prinzipien lauten wie folgt:

  1. Liebe für und innige Verbundenheit mit der Natur;
  2. Die paganische Ethik: "Wenn es niemand schadet, tu was du willst";
  3. Die Verehrung der göttlichen Wirklichkeit in ihrer Gesamtheit, die über beiden Geschlechtern steht, ohne weder den männlichen noch den weiblichen Aspekt des Göttlichen zu unterdrücken.

Bei der Mitgliederversammlung auf Burg Tannenberg am 27.04.02 wurde eine Satzungsänderung beschlossen, mit der die PF-D.A.CH. als Verein bürgerlichen Rechts ihre Unabhängigkeit von der PF mit Sitz in London erklärte.

Warum?
Der Hintergrund für diese Entscheidung lag in den Bestrebungen seitens des International Coordinators (IC) der Pagan Federation während der letzten Monate vor der oben erwähnten Mitgliederversammlung, die bestehenden demokratischen Strukturen der damaligen Region PFI-D.A.CH. aufzulösen - Bestrebungen, die letztendlich darin gipfelten, dass der damalige National Coordinator (NC) für die Region, Theo Erlemann, Anfang 2002 vom IC kurzerhand wegen "Unfähigkeit" abgesetzt wurde.
Das Board (Vorstand) wählte daraufhin im März des gleichen Jahres einen Interims-NC für die Zeit bis zur Mitgliederversammlung. Diese Wahl wurde von der Pagan Federation London nicht anerkannt mit der Begründung, dass das Board sowieso nicht existiere und wenn doch, es keinerlei Entscheidungsbefugnis für die PFI-D.A.CH. besitze.

Neben der Unabhängigkeit der PF-D.A.CH. von der Pagan Federation London wurden auf der Mitgliederversammlung auch die Wahlen zum NC (1. Vorsitzenden) und dem Stellvertreter abgehalten. Gewählt wurden Britta Hawicks (Elspeth) zur 1. und Larissa Eibner zur 2. Vorsitzenden.

Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass in der alten Satzung einige Fehler und Fallen waren, deren wir uns anfangs gar nicht bewusst waren, die aber im praktischen Umgang mit der Satzung so nach und nach zu Tage traten. Daher wurde die Satzung inzwischen gründlich überarbeitet und auf der Mitgliederversammlung am 24.09.2005 in Alsfeld beschlossen und in Kraft gesetzt.


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